Nur noch wenige Bewohner des Ruhrgebiets kennen das typische Bild der mit Zechen besetzten Landschaft. 2010 werden Sie für neun Tage daran erinnert, an welchen Orten die Bergbauindustrie die Metropole Ruhr geprägt hat. Denn dann steigen die SchachtZeichen auf: große gelbe Ballone an jenen Stellen, wo einst Kohleschächte in die Tiefe führten.
Allein in Essen steigen vom 22. bis 30. Mai über 50 SchachtZeichen in den Himmel. In der gesamten Metropole Ruhr werden es über 320 Standorte sein. Dadurch wird SchachtZeichen zu einer großflächigen Kunstaktion, aber mehr noch: zu einem weithin sichtbaren Netzwerk aus Bergbautradition und Strukturwandel. Je mehr Sie davon sehen können, umso besser. Die Prägung unserer Region durch den Bergbau ist ja auch nicht nur vereinzelt gewesen.
Mit dreieinhalb Metern Durchmesser schweben die SchachtZeichen von zehn
bis 20 Uhr fünfzig bis achtzig Meter hoch über dem Boden, wo einst die Zechen-
anlagen standen, an die sie erinnern. Am anderen Ende der Halteleinen erwartet
Sie oftmals Programm: Ausstellungen, Begegnungen mit Bergleuten, Konzerte
oder Feiern. Dank des Engagements der Menschen in den Stadtteilen können
Sie erleben, wie sich die Erinnerung an einst in lebendiges Programm heute verwandelt.
SchachtZeichen verbinden die Vergangenheit mit dem Heute, und sie zeigen, was das Ruhrgebiet einst zu einer Gemeinschaft gemacht hat. Verpassen Sie weder die NachtZeichen, wenn die Ballone bei gutem Wetter in der Nacht vom 24. auf den 25. sowie vom 29. auf den 30. Mai von 22 Uhr bis 1 Uhr beleuchtet am Himmel stehen werden, noch die vielen Veranstaltungen zu diesem wohl einzigartigen Projekt bei RUHR.2010.
Für Essen gibt es eine kostenlose Broschüre, die über das Programm an mehr als 30 SchachtZeichen der 52 SchachtZeichen in Essen informiert. Im handlichen A5-Format eignet sie sich auch für Ihre Fahrradtour oder den Haldenspaziergang. Erhältlich ist sie in der Touristik-Zentrale der EMG, im Besucherzentrum auf Zollverein, in den Bürgerämtern und Bibliotheken sowie an den Standorten selbst.