Bewerbung um den Titel
Die Idee zur Kulturhauptstadt-Bewerbung des Ruhrgebiets kam 2001 aus der Konferenz der Kultur-Beigeordneten im Kommunalverband Ruhrgebiet, heute: Regionalverband Ruhr, kurz: RVR.
Da die Regeln der Europäischen Union nur die Bewerbung einer Stadt und nicht einer Region zulassen, musste eine Bannerträgerin für das Ruhrgebiet gewählt werden. Die Verbandsversammlung entschied sich für Essen.
Essen gegen Köln, Münster, Bremen, Potsdam
Auf Landesebene setzte sich Essen für das Ruhrgebiet gegen Köln und Münster durch und in der Bundesausscheidung gegen acht starke Mitbewerber, darunter Bremen, Kassel, Potsdam und Regensburg.
Zwei hochrangig besetzte Experten-Kommissionen hatten alle Bewerberstädte bereist und anschließend jeweils einstimmig für Essen und das Ruhrgebiet votiert.
Endrunde in Brüssel
Die vom Bundesrat beauftragten Kulturfachleute schickten Essen und die deutsch-polnische Grenzstadt Görlitz in die Endrunde nach Brüssel.
Die Entscheidung ist gefallen
Dort präsentierten sich Abgesandte beider Städte vor einer Europa-Jury,
welche im April 2006 Essen, die Außenseiterin des gesamten Wettbewerbs,
zur Siegerin und damit zur Kulturhauptstadt Europas 2010 kürte.
Das Ruhrgebiet – Europa in klein
Wie seine Vorgänger, so war auch das europäische Expertengremium höchst beeindruckt von den Selbstheilungskräften der alten Industrieregion Ruhrgebiet, ihren kulturellen Leistungen und Perspektiven sowie ihren multiethnischen Erfahrungen, die als wegweisend für ein zusammenwachsendes Europa
gewertet wurden.
Überzeugende Bewerbungskampagne
Die Bewerbungskampagne „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“,
die das Umlernen der gesamten Region und ihre kulturgeprägte Neudefinition
zum Thema hatte, wurde als überzeugend und beispielhaft für andere Regionen Europas gewürdigt.